
Die Welt der Wellensittiche
Gut zu Wissen ...
In der freien Natur leben Wellensittiche in Schwärmen und fühlen sich deshalb auch bei Ihnen zu Hause nur unter mehreren Artgenossen wohl. Die Haltung sollte mindestens paarweise erfolgen, wobei hier auch gleichgeschlechtliche Haltungen möglich sind. Wellensittiche sind sehr lebenslustig, immer munter, sehr intelligent und lernfähig und schließen sich sehr eng an Ihre Besitzer an, auch wenn Sie im Käfig über Partner verfügen. Wenn man sich ausreichend mit ihnen beschäftigt, können beide Geschlechter dieser Tiere zu richtigen Plaudertaschen werden, die Besitzern jeden Alters viel Freude bereiten
Ernährung
Ernährung

Diese Dinge gehören nicht in den Futternapf:
- rohe Hülsenfrüchte - sind giftig!
- Avocado - schaden den Vögeln!
- Tomaten und Paprika - können Kropfprobleme verursachen!
- zu viele Sonnenblumenkerne, Hanf und Nüsse - führen zu Verfettung!
- menschliche Lebensmittel aller Art
- Die richtige Ernährung
Futter
Neben speziellen Körnermischungen, von denen Sie bei Zoo Exklusiv eine reiche Auswahl finden, ergänzen Obst, Grünfutter und Nüsse den Speiseplan. Dosieren Sie täglich (frühmorgens und abends) einen Teelöffel davon und geben Sie Ihrem Wellensittich jeden Tag einen frischen Hirsekolben. Kombinieren Sie dazu ungiftige, frische Zweige, Wildgräser oder sauberes Keimfutter.
Saftfutter reichen Sie stets gut abgetrocknet in einem Spezialnapf oder einer Klammer. Verabreichen Sie Vogelbisquit und Wellensittichspezialitäten immer nur in kleinen Dosierungen und bieten Sie regelmäßig auch Mineralpräparate wie Vogelgrit und Kalkwetzsteine an.
Achten Sie darauf, dass das Futter stets frisch ist und Sie es nie neben Putzmittel oder Dünger lagern.

Die wichtigsten Bestandteile einer gesunden Ernähung:
- Körnermischung, Nüsse
- Hirsekolben
- Obst & Gemüse, Gräser
- frische Zweige
- Saftfutter
Trinkwasser
Geben Sie Ihrem Wellensittich täglich frisches Wasser. Füllen Sie den Wassernapf Ihres Wellensittich mittags und lassen Sie das Wasser aus der Leitung 3 Min. lang laufen bevor Sie den Wassernapf befüllen um einer Schwermetallvergiftung vorzubeugen.
Ausstattung
Ausstattung

Das alles sollte in einem guten Vogelheim nicht fehlen:
- Sitzstangen
- Badehaus
- Spezial-Vogelsand
- Schnabelwetzstein
- Kolbenhirsehalter
- Grünfutterklammer
- Wasserbehälter (abdeckbar und schnabelfest)
- Futternapf (abdeckbar und schnabelfest)
- wellensittichgerechter Freisitz
- Spielplatz (Leitern, Seile, Glöckchen)
Heim
Heim
Der Vogelkäfig
Gehen Sie bei Wellensittichen von einem Käfig mit mindestens 80 x 40 x 60 Zentimeter aus. Der Drahtabstand des Käfiges sollte einen Zentimeter betragen. Bei der Größe ist darauf zu achten, dass die Vögel mit den Flügeln schlagen können ohne anzustoßen, sowie dass sie hüpfen und flattern können. Außerdem muss der Käfigboden mit 2-3 Zentimeter Spezial-Vogelsand eingestreut werden.

Der Standort
Wellensittiche brauchen einen erhöhten Standort und dürfen nicht am kalten Boden gehalten werden. Achten Sie bei der Standortwahl darauf, dass Zugluft vermieden wird, der Standort trocken ist, Zimmertemperatur herrscht und keine direkte Sonneneinstrahlung gegeben ist.
Die Einrichtung
Die Sitzstangen Ihrer Wellensittiche sollten federnd sein, unterschiedliche Stärken zwischen 13 und 22 Millimeter haben und aus geeignetem Holz bestehen. Achten Sie darauf, dass diese nur einseitig befestigt sind und leicht nachgeben, wenn der Vogel landet – so wird das natürliche Verhalten der Vögel am besten nachgeahmt.
Pflege
Pflege

Der Freiflug
Nach einer drei- bis vierwöchigen Eingewöhnungszeit ist der tägliche Freiflug für Wellensittiche lebenswichtig. Haben Sie dabei keine Angst, scheuchen Sie die Tiere nicht und versuchen Sie nicht sie zu fangen – Wellensittiche kehren ganz von alleine wieder in Ihren Käfig zurück. Schließen Sie stets die Vorhänge vor den Fenstern, da die Vögel sonst gegen die Glasscheiben fliegen könnten und verhindern Sie den Zugang zur Küche. Löschen Sie vor dem Freiflug brennende Kerzen, schalten Sie mögliche Gefahrenquellen aus und achten Sie auf giftige Zimmerpflanzen, Putzmittel & Co. Achten Sie dabei besonders auf Pflanzen mit Dornen oder Kakteen!
Hygiene & Sauberkeit
Entfernen Sie täglich Futterreste aus dem Käfig und reinigen Sie die Wasser- und Futternäpfe sowie das Badehaus. Wöchentlich sollten Sie die Sitzstangen und ein- bis zweimal pro Woche die Einstreuschale reinigen sowie den Vogelsand wechseln.

Gefiederpflege
Da sich die Federn abnutzen und sich über das Jahr verteilt regelmäßig erneuern, verlieren Wellensittiche immer einige Federn. Bei der täglichen Gefiederpflege brauchen Sie Ihrem Wellensittich also nicht zu helfen.
Heben & tragen
Bieten Sie Ihren Wellensittichen stets Ihren Handrücken oder einen Finger als Sitzplatz an.
Gesundheit
Gesundheit

Ist mein Wellensittich Gesund?
Ja, wenn...
- er sich vital verhält und einen munteren Eindruck macht (bitte täglich beobachten)
- er einen guten Appetit hat
- sein Gefieder sauber ist und anliegt
- keine Beulen oder Schwellungen zu ertasten sind
- seine Augen deutlich geöffnet sind und nicht tränen oder entzündet sind
- sein Schnabel keine Veränderungen aufweist und nicht verfärbt ist
- seine Nasenlöcher trocken und sauber sind
- der Po sauber und nicht verklebt ist
- seine Krallen nicht zu lang sind
Gesetz
Gesetz

Auszug aus dem österreichischen Tierschutzgesetz
- Ein geeigneter Schutz gegen Witterungseinflüsse muss zur Verfügung stehen.
- In Räumen ist für einen ausreichenden Tageslichteinfall oder ein flimmerfreies Kunstlicht entsprechend dem Lichtspektrum des natürlichen Sonnenlichtes zu sorgen.
- Der natürliche Tag/Nacht Rhythmus ist einzuhalten.
- Das Futter muss den ernährungsphysiologischen Bedarf der Vögel in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien decken.
- Die Darbietung des Futters muss dem artspezifischen Nahrungsaufnahmeverhalten entsprechen.
- Futter- und Wassergefäße müssen so aufgestellt werden, dass diese vor Verunreinigung durch Exkremente geschützt sind.
- Käfige müssen in einer Mindesthöhe von 80 cm aufgestellt werden.
- Die Haltung in Rundvolieren unter 2 Meter Durchmesser ist verboten.
- Der Boden muss mit Sand, Hobelspänen oder ähnlichem Material bedeckt sein, welches zur Aufnahme von Exkrementen geeignet ist.